Erstmals erwähnt wird „Sand Florian“ im Jahre 1406. Um diese Zeit dürfte die gotische Kirche erbaut worden sein. Sie wäre demnach – abgesehen von der Kappler Nikolaus-Kappelle – die jüngste Kirche in der Gemeinde. Weil aber Siedlungen in diesem Gebiet schon im Gurker Urbar des Jahres 1285 verzeichnet sind, ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass auch diese Kirche schon eine Vorläuferin hatte. Im Volksmund wird die Kirche schon immer als „Windisch Florion“ bezeichnet.

Die Pfarrzugehörigkeit von St. Florian wechselte mehrmals.

Zunächst gehörte die Filialkirche zu Kappel, von 1786 bis 1800 zur Pfarre St. Martin, anschließend wieder zu Kappel und schließlich seit 1953 wieder zu St. Martin.

Der zu Beginn des 15. jahrhunderts oder vielleicht noch etwas früher errichtete gotische Kirchenbau wurde im 17. Jahhundert weitgehend umgestaltet. Das Kirchenschiff ist bei dieser Gelegenheit nach Westen verlängert worden und zwei Seitenschiffe wurde angebaut. Die Schiffe bekamen barocke Gewölbe und auch die Fenster erhielten barocke Formen. Auch der Turmhelm enstand zu dieser Zeit.

Der große Barocke Hochaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt aus der Werkstätte des hervorragenden Barockbildhauers Johann Pacher in St. Veit an der Glan. Die Mitte des aus Säulen und Pfeilern bestehenden Aufbaus nimmt die Statue des hl. Florian ein. Flankiert wird der Kirchenpatron von beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus, und über den Opfergangportalen stehen die Heiligen Oswald und Donatus. Über dem Altargebälk thront die Heiligste Dreifaltigkeit, umgeben von anbetenden Engeln. Das Antependium zeigt hier ein Kreuz, das von gemalten Blüten und Ranken umgeben ist.

Der Kirchenpatron, der hl. Florian, war ein römischer Militärbeamter. Er soll im Gebiet von Zeiselmauer bei Wien geboren sein, und zwar gegen Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. Er wurde um das Jahr 304 im Ennsfluss ertränkt.