Wann die erste Kirche tatsächlich erbaut worden ist, lässt sich, da keine Urkunde darüber berichtet, nicht mehr feststellen. Immerhin handelt es sich aber bei Kappel um eine sogenannte Chorturm-Kirche, die alle schon in sehr früher romanischer Zeit entstanden sind.

Im Jahre 1202 oder früher gab es einen Vorgängerort mit dem Namen „Zungoisdorph“. Das geht aus einer Urkunde hervor, in der Ministerialen, also Lehensleute des Erzbischofs, in Trixen ihr bisher über die hier bestehende Kirche innegehabtes Patronats- und Petitionsrecht durch die Hand des Erzbischofs dem neu geweihten Kloster Viktring schenkten.

Erstmals erwähnt wird „Sand Florian“ im Jahre 1406. Um diese Zeit dürfte die gotische Kirche erbaut worden sein. Sie wäre demnach – abgesehen von der Kappler Nikolaus-Kappelle – die jüngste Kirche in der Gemeinde. Weil aber Siedlungen in diesem Gebiet schon im Gurker Urbar des Jahres 1285 verzeichnet sind, ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass auch diese Kirche schon eine Vorläuferin hatte. Im Volksmund wird die Kirche schon immer als „Windisch Florion“ bezeichnet.

Es ist anzunehemen, dass zur Zeit der ersten urkundlichen Nennung des Ortes im jahre 1124 hier bereits eine Kirche bestanden hat. Von dieser ist allerdings erst viel später in einer Urkunde die Rede. Dabei dürfte es sich aber nur um einen Ausbau des Kirchleins in gotischer Zeit gehandelt haben. Bei der letzten Renovierung in den sechziger Jahren kam nämlich in der Südwand der Passeringer Kirche oberhalb der Sakristeitüre ein ganz kleines romanisches Fenster zum Vorschein.

Der kleine Weiler gehört auf Grund der Bauweise des Kirchleins ganz sicher zu den frühen Siedlungen im Gebiet. Zwar wird erst in einer um das Jahr 1200 abgefasste Urkunde die Kirche „sanctus Williboldus“ erwähnt. Nach der Art des Mauerwerks in der Nordwand, dem sogenannten „Fischgräten mauerwerkt“, muss das Kirchlein aber schon Jahrhunderte früher errichtet worden sein, denn diese Art des Mauerwerk gab es nur in der karolingischen Zeit, also hauptsächlich im 9. Und 10. Jahrhundert und nur selten noch in frühromansicher Zeit, im 11. Jahrhundert.

Schon zwischen den Jahren 991 und 1022 – das genaue Jahr ist nicht bekannt – entstand St. Martin am Krappfeld als Eigenkirche eines Edlen namens Heimo. Eigenkirchen waren sozusagen Privatkirchen, die von Adeligen auf ihrem Besitz für sich und ihre Untertanen errichtet wurden.

In einem um das Jahr 1200 enstandenen Urkunde wird die Kirche „de s. Clemente“ erstmals genannt. Sieht man sich ihre Westfront an, dann kann man hier noch den ursrünglichen kleinen Bau erkennen, der sicher aus frühromanischer Zeit stammt und ein vielleicht noch höheres Alter vermuten läßt.

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